Sicherheitsschuhe - schützen Eure Füße im Beruf
Sicherheitsschuhe schützen den Fuß im gewerblichen Einsatz vor mechanischen, thermischen und chemischen Gefahren. Sie werden nach EN ISO 20345 in die Schutzklassen SB bis S5 eingeteilt. Entscheidend sind Zehenschutzkappe (200 Joule Belastbarkeit), Durchtrittsicherheit und Rutschhemmung. Berufsgenossenschaften schreiben Sicherheitsschuhe für Bau, Industrie, Logistik, Forst und Rettungsdienste vor. GenXtreme führt über 280 Modelle von Elten, Haix, Lowa, PUMA Safety und U-Power.
In zahlreichen Berufen sind Sicherheitsschuhe Pflicht. Berufsgenossenschaften schreiben dieses Schuhwerk für verschiedene Branchen wie zum Beispiel Industrie, Bauwesen, GaLa-Bau oder auch Feuerwehr, THW und Rettungsdienste vor. In den Bereichen Feuerwehr, THW und Rettungsdienste werden Schuhe benötigt, deren Sohlen eine hohe Rutschhemmung sowie ölresistente Obermaterialien aufweisen. Für die Feuerwehr sind Schuhe mit zusätzlicher Wärmeisolierung notwendig. Die Schuhsohle sollte einer Kontaktwärme von bis zu 300°C standhalten. Weitere Zielgruppen, die zwingend mit Sicherheitsschuhen ausgestattet werden müssen, sind Köche oder Polizisten. Es gibt sie als Sicherheitshalbschuhe oder auch als Sicherheitsstiefel. Sicherheitshalbschuhe gewährleisten etwas mehr Bewegungsspielraum und ein freieres Tragegefühl als Stiefel, bieten aber nur dem abgedeckten Bereich Schutz. Je nach Einsatzbereich sind Halbschuhe durchaus angebracht und entsprechen natürlich den allgemeinen Sicherheitsstandards. Wer es komfortabel mag und bei wem der Arbeitsbereich es zulässt, ist mit Sicherheitshalbschuhen gut beraten. Auch im Forstbereich sind hohe Belastungen zu erwarten. Hier ist es neben dem Grundschutz mit Zehenschutzkappe notwendig, Schuhe zu verwenden, die eine hohe Schnittfestigkeit aufweisen. So minimieren Sie das Risiko größere Verletzungen durch beispielsweise der Arbeit mit Kettensägen. Für alle Berufsfelder, die in der Forstwirtschaft bzw. im Freien tätig sind, gilt es in jedem Fall einen Schuh zu wählen, welcher für Flüssigkeiten bzw. Feuchtigkeit undurchlässig und mit guter Kälteisolierung ausgestattet ist, um im Winter ausreichend Schutz zu bietet.
Um stetigen Fortschritt zu garantieren, übertreffen Hersteller wie Elten und Haix die Sicherheitsvorschriften und bieten durch hochfunktionelle, innovative Technologien noch mehr Schutz und Tragekomfort. Zu den wichtigsten Eigenschaften von Arbeitsschuhen zählen die Zehenschutzkappen oder durchtrittsichere Sohlen. Für einige Schutzschuhe ist zudem ein speziell gestalteter Fersenbereich kennzeichnend.
Welche Sicherheitsklasse brauche ich? Schutzklassen im Vergleich
SB – Grundanforderung: Zehenschutzkappe aus Metall oder Kunststoff (200 Joule / 15 kN). Kein Fersenschutz, nicht antistatisch, kein Wasserschutz. Einsatz: Leichte Montagearbeiten ohne besondere Gefahren.
S1 – Wie SB, zusätzlich: antistatisch, geschlossener Fersenbereich mit Energieaufnahme, kraftstoffbeständige Sohle. Kein Durchtrittsschutz, kein Wasserschutz. Einsatz: Trockene Hallen, Lager, Werkstätten.
S1P – Wie S1, zusätzlich: durchtrittsichere Zwischensohle (Stahl oder Kevlar). Kein Wasserschutz. Einsatz: Handwerk, Werkstatt, Montage mit Nageltrittgefahr.
S2 – Wie S1, zusätzlich: wasserabweisendes Obermaterial (60 Minuten wasserdicht nach Normprüfung). Kein Durchtrittsschutz. Einsatz: Lager und Logistik im Außenbereich, nasse Umgebungen.
S3 – Höchste Schutzklasse am Boden. Vereint alle Eigenschaften von S1 und S2, zusätzlich: durchtrittsichere Sohle und profilierte Laufsohle für maximale Rutschhemmung. Einsatz: Bau, Forst, Industrie, Tiefbau – überall dort, wo Nageltrittgefahr und Nässe zusammenkommen.
Alle Schutzklassen sind genormt nach EN ISO 20345. Die zuständige Berufsgenossenschaft legt fest, welche Klasse für den jeweiligen Arbeitsplatz vorgeschrieben ist.
FAQ-Bereich:
Häufige Fragen zu Sicherheitsschuhen
Welche Sicherheitsklasse brauche ich für meinen Beruf?
Die erforderliche Schutzklasse legt die zuständige Berufsgenossenschaft fest. Auf Baustellen mit Nageltrittgefahr ist mindestens S3 vorgeschrieben, in trockenen Lagerhallen reicht oft S1. Die DGUV Regel 112-191 regelt die Anforderungen an den Fußschutz im Detail. Im Zweifel gibt der Arbeitgeber oder die BG Auskunft.
Was bedeutet die Zahl 200 Joule bei der Zehenschutzkappe?
200 Joule entsprechen der Aufprallenergie eines 20 kg schweren Gegenstands, der aus einem Meter Höhe fällt. Das ist die Mindestanforderung nach EN ISO 20345, die jede Zehenschutzkappe bestehen muss. Kappen aus Stahl, Aluminium oder Kunststoff (Composite) erfüllen diesen Standard.
Sind Sicherheitsschuhe mit Kunststoffkappe genauso sicher wie mit Stahlkappe?
Ja, beide müssen identische Prüfanforderungen nach EN ISO 20345 erfüllen: 200 Joule Stoßbelastung und 15 kN Druckkraft. Kunststoffkappen (Composite) sind leichter (ca. 40-50% weniger Gewicht als Stahl) und kälteisolierend, lösen aber keinen Metalldetektor aus. Für Branchen mit Metalldetektoren (Lebensmittelindustrie, Flughäfen) sind metallfreie Kappen vorgeschrieben.
Muss mein Arbeitgeber Sicherheitsschuhe bezahlen?
Ja. Nach DGUV Vorschrift 1 und dem Arbeitsschutzgesetz ist der Arbeitgeber verpflichtet, notwendige persönliche Schutzausrüstung (PSA) kostenlos bereitzustellen. Sicherheitsschuhe zählen zur PSA der Kategorie II. Die Kosten sind als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar.
Wie oft sollte ich meine Sicherheitsschuhe austauschen?
Bei täglichem gewerblichem Einsatz beträgt die durchschnittliche Nutzungsdauer 6-12 Monate. Spätestens bei sichtbarem Verschleiß der Schutzkappe, durchgelaufener Sohle oder defekter Durchtrittsicherung muss der Schuh ersetzt werden. Die DGUV empfiehlt eine regelmäßige Sichtprüfung durch den Träger.
Was bedeutet ESD bei Sicherheitsschuhen?
ESD steht für Electrostatic Discharge (elektrostatische Entladung). ESD-fähige Sicherheitsschuhe leiten statische Aufladung kontrolliert ab und schützen empfindliche elektronische Bauteile vor Beschädigung. Der Ableitwiderstand liegt zwischen 0,1 und 100 Megaohm (gemäß EN 61340-5-1). Pflicht in der Elektronikfertigung, Chipproduktion und im Umgang mit explosiven Stoffen.
Was ist der Unterschied zwischen S3 und S3S nach der neuen Norm?
S3S ist die Bezeichnung nach der überarbeiteten EN ISO 20345:2022. Sie ersetzt die bisherige S3-Klasse und ergänzt verpflichtende Anforderungen an die Rutschhemmung (SR). Alle seit 2023 zertifizierten S3-Schuhe erfüllen automatisch den S3S-Standard. Ältere S3-Modelle behalten ihre Zulassung bis zum Ablauf der Zertifizierung.
Sicherheitsschuhe und Klassen kurz erklärt
Nach der Berufsgenossenschaftlichen Regel für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 191 bzw. GUV-R 191 bestehen mehrere genormte Kategorien. Wir von GenXtreme.de bieten Euch Schuhe und Stiefel für den Arbeitsplatz, welche bestimmte Schutzklassen haben. Die Einstufung in die jeweilige Schutzklasse wird durch die Europäische Norm EN ISO 20345 geregelt. In der EN ISO 20345 sind Grundanforderungen aufgelistet, die Berufsschuhe zu erfüllen haben. Zu diesen zählen:
- Die Höhe des Schuhs
- Der Fersenbereich bei Sicherheitsstiefeln
- Die Dicke und der Abriebwiderstand der Laufsohle
- Druck- und Stoßeinwirkungswiderstand der Zehenkappe
- Durchgangswiderstand (ab S1 sind Sicherheitsschuhe antistatisch)
Alle Schuhe, die der Sicherheitsnorm S zuzuordnen sind, weisen eine Zehenschutzkappe auf, die einer Stoßeinwirkung von 200 Joule standhalten muss und werden mit SB gekennzeichnet. Nachfolgend eine kleine Erklärung zu den Sicherheitsklassen der Sicherheitsschuhe, die Wichtigsten sind:
- SB entspricht der Grundanforderung, besitzt eine Zehenschutzkappe, Metall oder Kunststoff. Diese halten einem Prüfdruck von 200 Joule oder einer Druckkraft von 15 kN stand
- S1 ist wie SB, zusätzlich antistatisch, weist einen geschlossenen Fersenbereich auf und ist kraftstoffbeständig
- S1P baut auf S1 auf, aber mit durchtrittsicherer Zwischensohle
- S2 bietet wie S1 einen Zehenschutz, zusätzlich Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme
- S3 beinhaltet Zehenschutz, ist wasserdicht und hat dazu eine durchtrittsichere und profilierte Sohle
Darüber hinaus finden sich geschlossene Stiefel für den Nassbereich, die entweder vollständig geformt oder vulkanisiert sind. Sie müssen folgenden Zusatzanforderungen entsprechen und werden in nachfolgende Klassen eingeteilt:
- S4 ist ein wasserdichter Stiefel mit Zehenschutz, antistatisch und weist im Fersenbereich ausreichendes Energieaufnahmevermögen auf
- S5 entspricht S4, zusätzlich mit Durchtrittschutz und profilierter Sohle
Zusätzliche Angaben werden ebenfalls in der EN ISO 20345 geregelt und die entsprechend gekennzeichnet:
- A – antistatische Schuhe (bei entsprechendem Durchgangswiderstand)
- AN – Fußknöchelschutz
- C – leitfähige Schuhe
- CI – Kälteisolierung (Probe bei -20 °C)
- CR – Schnittfestigkeit
- E – Energieaufnahme im Fersenbereich
- FO – öl- und benzinresistente Sohle
- HI – Wärmeisolierung
- HRO – Verhalten gegenüber Kontaktwärme (Wärmebeständigkeit der Sohle bei 300 °C in Minuten)
- I – elektrisch isoliertes Schuhwerk
- M – Mittelfußschutz
- P – Durchtrittsicherheit
- SRA – Rutschhemmung auf Keramikfliese/Reinigungsmittel
- SRB – Rutschhemmung auf Stahlböden/Glycerin
- SRC – Rutschhemmung auf SRA und SRB bestanden
- WR – Beständigkeit des gesamten Schuhs gegen Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme
- WRU – Beständigkeit des Schuhoberteils gegen Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme
Sicherheitsschuhe kaufen - darauf solltet Ihr achten
Bevor Ihr euch für ein bestimmtes Paar Sicherheitsschuhe entscheidet, solltet Ihr auf verschiedene Dinge achten: dazu zählt die Passform, denn nur wirklich gut sitzendes Schuhwerk ermöglicht es Euch lange, schmerzfrei zu arbeiten. Mit einem perfekt sitzenden Schuh könnt Ihr den größten Belastungen standhalten. Der richtige Sitz eines Sicherheitsschuhs ist eine der Grundanforderungen, die beim Kauf der Berufsschuhe erfüllt sein sollte.
Arbeitsschuhe bieten zudem, je nach Schutzklasse, eine durchtrittsichere Sohle und so optimalen Schutz vor Nägeln und anderen spitzen Gegenständen. Neben dem Durchtrittschutz ist eine stark profilierte Sohle von Vorteil, da diese für eine gesteigerte Rutschhemmung sorgt. Im Bauwesen ist eine rutschfeste Sohle unverzichtbar.
Unter Umständen reichen Schuhe mit Zehenkappe für einige Berufsfelder aus. Sollten aber Zusatzanforderungen in bestimmten Berufen an den Sicherheitsschuh gestellt werden, ist ein Schuh zu wählen, der diese erfüllt. Wasserabweisende und atmungsaktive Obermaterialien zu verwenden, sowie den Schuh mit zusätzlicher Schutzwirkung wie Wärmeisolierung auszustatten, sind hier zu erwähnende Sicherheitsaspekte.
Die Kälteisolierung wird gesteigert, wenn die Zwischensohle nicht aus Stahl, sondern eher aus einem Kunststoff hergestellt ist. Das hat zudem den Vorteil, dass der Schuh einiges leichter ist und somit der Tragekomfort erhöht wird.
Doch gute, widerstandsfähige Sicherheitsschuhe müssen noch weitere Anforderungen erfüllen: Eine Zehenschutzkappe schützt zudem vor dem Einquetschen von Zehen, wenn Eure Füße mal unter die Räder geraten, vor herabfallenden Gegenständen und vor mechanischer Krafteinwirkung. Diese Schutzkappen können aus Stahl, Kunststoff oder Aluminium bestehen und sind zwischen Futter und Außenmaterial eingearbeitet. Solche speziellen Schutzkappen können bis zu 200 Joule aushalten.
Das Obermaterial der meisten Sicherheitsschuhe besteht aus Leder oder Kunststoff bzw. einem Gemisch aus beiden. Im Idealfall wurden Sicherheitsschuhe aus atmungsaktiven Materialien hergestellt und sind zudem wasserabweisend. Notwendigerweise sind einige Sicherheitsschuhe mit einer hohen Schnittfestigkeit versehen. Welche Schutzeigenschaften die Arbeitsschuhe in Eurer Branche erfüllen müssen, könnt Ihr am einfachsten den eben genannten Sicherheitsregeln entnehmen. Hier können bestimmte Materialien für Eure Branche vorgeschrieben sein – so sind in einigen Branchen lediglich Stahlkappen erlaubt. Außerdem erlauben einige Branchen lediglich Sicherheitsstiefel, andere wiederum ermöglichen auch das Tragen von Halbschuhen.
Andere Modelle wiederum verfügen über einen geschlossenen Fersenbereich, welcher zudem ein gewisses Energieaufnahmevermögen aufweist. Zudem sind einige Sicherheitsschuhe auch gegen Strom gesichert, verhindern den Wasserdurchtritt, haben eine rutschfeste Sohle oder bieten Schutz vor thermischen Einwirkungen. So bietet die Laufsohle die optimale Grundlage, um auch auf schwierigen Untergründen schnell unterwegs zu sein.
Manche Schuhe unterstützen nicht nur die Energieaufnahme, sondern verfügen über einen Reißverschluss, der das schnelle An - und Ausziehen erlaubt. Dies ist gerade für Rettungskräfte oder Feuerwehrleute von besonderer Bedeutung, die Schutzwirkung der Schuhe wird dadurch aber nicht beeinträchtigt. Aus diesem Grund sind nicht allein die Sicherheitsklassen entscheidend für die Wahl des richtigen Schuhwerks, gegebenenfalls spielen auch spezielle Unfallverhütungsvorschriften eine Rolle.
Orthopädische Sicherheitsschuhe
Schmerzende Füße oder sogar Schmerzen im Rücken können die Folgen einer Fehlstellung sein oder aber auch ihre Ursache im falschen Fußschutz haben. Nach Rücksprache mit einem Arzt oder Orthopäden kann die Frage nach zertifizierten Einlagen aufkommen. Unter der DGUV Regel 112-191 (auch BGR 191 genannt) sind diese Bestimmungen definiert. Diese speziellen Einlagen werden speziell an Euren Fuß angepasst und bieten Euch so während des Arbeitstages besonderen Komfort und ein ausgezeichnetes Tragegefühl.
Zuschüsse vom Arbeitgeber
Arbeitgeber können Zuschüsse für Sicherheitsschuhe und Arbeitskleidung erteilen und steuerlich geltend machen. Die Bereitschaft für die Subventionierung des Arbeitsschutzes und Höhe kann direkt im Betrieb erfragt werden. Zusätzlich bieten wir für Firmenkunden Abholscheine an, auf denen Zuschüsse vermerkt sind. So kann die Rechnungsabwicklung direkt über den Betrieb erfolgen, die Schuhe aber im Laden in Kaufbeuren anprobiert und mitgenommen werden.








































